73 Auszubildende der Berufsfachschule Greifswald spenden Stammzellen

Stäbchen rein – Spender sein hieß es heute an der Berufsfachschule Greifswald. Über 70 Auszubildende der eigenen Schule für Gesundheits- und Sozialberufe haben sich nach einem fächerübergreifenden Unterricht als Spender für Stammzellen im Hörsaal der Medigreif Parkklinik registrieren lassen.

„Als Schule für Gesundheitsberufe ist es uns wichtig, dass nicht nur theoretisch über Krankheiten Wissen vermittelt wird, sondern dass wir motivieren auch aktiv etwas zu tun“, sagt Ute Menyes, die Schulleiterin der Berufsfachschule. Sie freue sich sehr, dass 53 Schüler*innen aus Greifswald und 20 Schüler*innen aus Bandelin freiwillig an der Registrierung teilgenommen haben. „Unsere Schüler, die wir in den Sozialen und Gesundheitsfachberufen ausbilden, bekommen neben der reinen Theorie und Praxis auch ein gehöriges Maß an Haltung und Berufsethos vorgelebt“, erläutert Schulleiterin Menyes. Mit diesem Rüstzeug können sie ihre Branche mitgestalten und ihren Berufsweg gehen.

„Alle 12 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Die Krankheit ist nach wie vor die häufigste Ursache für krebsbedingte Todesfälle bei Kindern“, erklärt Vanessa Fleischmann, angehende Ärztin, die ehrenamtlich für die DKMS arbeitet und den Unterricht gestaltete. Aufgabe der DKMS ist die Registrierung von Stammzellspendern, mit dem Ziel, weltweit Blutkrebspatienten mit einer Stammzelltransplantation eine Heilung zu ermöglichen. Die Schüler konnten sich über einen PCR- Code einloggen und dann einen Wangenschlauchabstrich mithilfe von drei speziellen medizinischen Wattestäbchen vornehmen. Die Gewebemerkmale sowie weitere transplantationsrelevante Merkmale der jeweiligen Person können damit bestimmt werden. „Viele Patient*innen können ohne eine lebensrettende Stammzellspende nicht überleben und mit der Suche nach geeigneten Spender*innen beginnt immer auch ein Wettlauf gegen die Zeit. Je schneller ein passender Spender gefunden wird, desto größer sind die Überlebenschancen“, ergänzt Vanessa Fleischmann. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass mit dieser Aktion aktiv Leben gerettet werden konnte.

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